Neuigkeiten aus Greensboro
Wow, vor ein paar Tagen habe ich mein 3-monatiges Dasein in Greensboro gefeiert. Na ja, nicht wirklich gefeiert. Es war eher so „krass, schon drei Monate?!“. Ich weiß nicht, wo die Zeit hinrennt, aber in Greensboro ist tatsächlich mehr los als Sam und ich gedacht hätten. Seit Mai gibt es hier so viele (oft kostenlose) Veranstaltungen: Festivals, Flohmärkte, Freiluftkino, Jazzabende, Straßenfeste, … Und wenn mal nichts los ist, kann man bei der Hitze auch einfach am Pool abhängen und ’ne Limonade schlürfen. Es gibt auch immer jemanden, der ein Fass Bier mitbringt und alle mittrinken lässt. Da ist so ziemlich jedes Wochenende drauf Verlass 😉 Und Barbecue ist hier auch immer ein Variante, schließlich sind wir ja in den Südstaaten und alle lieben ihr Fleisch (wobei wir hier auch ein paar Gourmets und Gemüsefans getroffen haben, gut für mich!)
Greensboro scheint sich rasant in Richtung „hip“ zu entwickeln. Erst heute habe ich erfahren, dass es laut Tripadvisor die besten Burger der USA in Greensboro gibt. Alle haben schon von Hops Burger geschwärmt, jetzt muss ich da auch endlich mal hin! Ich werde berichten!
Neben dem ganzen Freizeitstress fühlt sich Sam immer wohler in seinem Job und findet Greensboro nicht mehr ganz so langweilig und unerträglich 🙂 Ich habe bereits viele seiner Kollegen kennengelernt, die alle so super nett und interessant sind. Wurden wir doch glatt zur Hochzeit einer Kollegin eingeladen (die wie vielte in 2 Monaten?) Seine Abteilung scheint eine große (meist) glückliche Familie zu sein und hat mich da einfach mit eingeschlossen. So schnell geht das in den USA, ich finde das toll! Ich kann nicht behaupten, dass ich alle schon super gut kenne, aber seit gestern bringe ich eine Kollegin aus dem Büro in Äthiopien bei uns auf dem Sofa unter, die hier für ein paar Tage in der Zentrale arbeitet, während Sam auf Hochzeit Nr. 3246 in Frankreich tanzt. Und wie der Zufall es will, ist sie Deutsch und in Berlin aufgewachsen!
Mit meinem Visum geht es auch langsam voran. Zumindest haben wir alles eingereicht und für die Hälfte der Dokumente eine Empfangsbestätigung erhalten. Ich weiß nicht, was mit der anderen Hälfte passiert ist, denn es war alles in einem Umschlag, aber ich vertraue mal darauf, dass das alles seinen Sinn hat. Jetzt heißt es also mal wieder warten und hoffen. In der Zwischenzeit unterhalte ich mich selbst mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit bei einer Flüchtlingsorganisation und gelegentlichem Babysitting. Und nebenbei gibt es ja auch noch unsere Hochzeit zu planen und meine englische Bewerbung auf Vordermann zu bringen.
Also, langweilig ist uns hier nicht und wenn doch mal, dann flüchten wir für ein Wochenende irgendwo anders hin. Zu sehen gibt es hier genug! Ich hoffe, ihr kommt uns bald mal besuchen, damit wir euch alles zeigen können 🙂
Sommerliche Grüsse,
Reni














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