Und noch eine Hochzeit
Nachdem wir in Kalifornien die kleine armenisch-französische Hochzeit gefeiert haben, ging es Ende Mai schon zur nächsten, diesmal russisch-australisch-amerikanisch-jüdisch! Alex ist russisch, ist aber in Australien aufgewachsen und lebt jetzt mit Diana in Boston, welche jüdische und amerikanische Wurzeln hat (und, wie das bei Amis eben ist, sicher auch noch irgendwelche anderen Wurzeln). An einem sonnigen Freitag sind wir also nach Boston geflogen und haben uns dann mit dem Zug auf nach Newburyport gemacht, der Ort in dem Diana aufgewachsen ist und die Hochzeit stattfinden sollte.
Die Zugfahrt hat länger gedauert als wir dachten und deshalb konnten wir nur schnell in unser AirBnB einchecken und dann zum Rehearsal Dinner düsen. Ich kenne mich mit Hochzeitstraditionen (noch) nicht so aus, also für die die keine Ahnung haben was ein Rehearsal Dinner ist: Man könnte es als eine Art Generalprobe für die Hochzeit sehen. In der Regel werden die Familien und Trauzeugen eingeladen, um einen Probeablauf für den Hochzeitstag zu machen. Es wird geklärt, wer wo stehen muss, wer was sagen soll und wer welche Aufgaben hat. Und anschließend gibt es dann ein kleines Dinner auf Kosten des Brautpaares. Da in Alex‘ und Diana’s Fall viele Gäste aus Übersee angereist sind, haben sie einfach alle Leute, die bereits am Freitag in Newburyport waren, zum Dinner eingeladen. Das Dinner ist dann zu einer richtigen Party ausgeartet und am Samstagmorgen hatten alle einen schönen Kater!
Die Hochzeit startete zum Glück 16 Uhr, sodass wir genügend Zeit hatten, wieder auf die Beine zu kommen und fit für die Hochzeit zu sein. Keiner konnte sich vorstellen, dass wir an dem Abend wieder trinken sollten, aber überraschenderweise ging das dann doch ziemlich gut 😉 Ein langer Spaziergang durch Newburyport, das übrigens in Massachuetts liegt, hat auf jeden Fall geholfen. Die Stadt ist echt süß und zieht viele Urlauber an, weil es direkt an der Küste liegt und eine angenehme Seebrise mit sich bringt.
Trotz dieser Brise war es super heiß, als dann die Zeremonie startete. Alle waren erleichtert, als es anschließend Schatten unter einem großen Pavillon gab! (Merke für eigene Hochzeit: Schatten ist sehr wichtig!) Gemäß der russischen Tradition gab es unter anderem eingelegtes Gemüse (überraschend lecker!), russische Volkslieder und natürlich Wodka!
Das Brautpaar war wirklich ein glückliches, auch aufgrund des guten Wetters. Am nächsten Tag hat es nämlich so viel geregnet, dass unser Flug viermal verschoben wurde, sodass wir erst einen ganzen Tag später zurück in Greensboro waren! Egal, es hat sich gelohnt!
Nastrovje und Shalom,
Reni
















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